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Literatur: Söllner, Elke-Silvia (Hg.), Frauenleben in Europa des 18. Jahrhunderts.
Biografische Streifzüge durch weibliche Lebensentwürfe in der Zeit der Aufklärung.
Bayreuth: Verlag C. u. C. Rabenstein, 1998
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François Boucher. Portrait der Madame de Pompadour, 1756. Öl auf Leinwand, Alte Pinakothek, München.
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wurde 1721 in großbürgerliche Verhältnisse geboren. Sie wurde mit einer her-
vorragenden, für die damalige Zeit außergewöhnlichen Sorgfalt erzogen. Es
gelang ihr als Bürgerliche die begehrte Position einer «Maîtresse en titre» an
der Seite Louis XV im Frankreich in der Zeit des Absolutismus zu besetzen.
Mit ihrem Talent, den König zu entzücken, zu unterhalten, zu amüsieren,
seine Langeweile zu vertreiben und zu beraten, konnte sie sich bis zu ihrem
Tode 1764 am Versailler Hof behaupten, trotz der großen Anfeindungen, die
sie geschickt abzuwenden verstand. Selbst als die körperliche Leidenschaft
verglühte, hatte sie ihren Platz so gefestigt, dass niemand in der Lage war,
sie für den König entbehrlich zu machen. Ihr Erscheinungsbild war hinreißend.
Es wird ihr zugeschrieben, den nach ihr benannten Beutel – den Pompadour –
erfunden zu haben, war es doch üblich, Garderobe und Accessoires selbst
zu kreieren. Im Alter von nur 42 Jahren verstarb sie am Palmsonntag 1764.
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